Nur Mut!

Der erste Schritt zu einer (Wieder)-Belebung Nieds ist getan. Dass sich drei Frankfurter Geschäftsleute trotz Wirtschaftskrise zusammen getan haben, Arbeitsplätze schaffen und innerhalb von wenigen Wochen eine neue Gastronomie aus der Erde gestampft haben, ist mutig. Aber vor allem vorbildlich. Gerade in der Krise heißt es anpacken – und nicht: den Kopf in den Sand stecken.

Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich freilich n

och nicht sagen, wie gut oder schlecht das neue gastronomische Angebot ist. Wenn das Konzept aufgeht, sich der Club tatsächlich als Ausflugsziel im Grünen bei den Familien etabliert hat, wäre der Stadtteil um eine Attraktion reicher. Es bleibt zu hoffen, dass auch andere Geschäftsleute denselben Mut aufbringen, in den Standort Nied zu investieren.

4.5.2009 Mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Neuen Presse/Höchster Kreisblatt

 

 


 

Cocktails auf dem Georgshof

Nied. Ein weiterer Beach-Club in Frankfurt ? Klingt weder neu noch aufregend – die Gastronomen in Nied wollen aber einiges anders machen. Die Bar kommt zu einem Zeitpunkt, da über die Zukunft Nieds gestritten wird.

Seit einigen Wochen schon türmten sich Sandhügel auf dem Georgshof an der Oeserstraße. Die Gerüchteküche brodelte: Nun ist das Geheimnis gelüftet. Dort, zwischen Nidda, Polo-Rasen und Pferdeställen hat ein neuer Beach-Club eröffnet. Am Freitag öffneten sich für die Spaziergänger erstmals die Zapfhähne des «Biergarten Niddastrand».

Landwirt Georg Diehl hat das Konzept mit Holger Hauke, Chef der «Nidda-Kampfbahn» nebenan, und Marco Saupe in den vergangenen drei Monaten entwickelt. 170 Sitzplätze wurden genehmigt, zehn Arbeitsplätze geschaffen. «Wir wollen vor allem Anlaufpunkt sein für Familien», sagt Diehl und hofft, dass es keine Berührungsängste der Fußgänger mit dem angrenzenden Polo-Club gibt. Spaziergänger und Radfahrer seien eingeladen, sich zu sonnen, Cocktails zu trinken oder den Polo-Spielern zuzusehen. Während Herrchen und Frauchen im Biergarten stehen, gebe es für Hunde bald eine Wasserbar am Wegesrand, für die Kinder ein Wasserbecken. Ein Flachbildfernseher soll Sportfans auch noch zu später Stunde unterhalten. Eintritt nehmen die Geschäftsleute nicht. Die Bar ist von der Nidda nur über den kleinen Weg zu erreichen. Diehl, passionierter Hobby-Bastler, Landwirt und Kommunalpolitiker schwärmt von dem «romantischen Beleuchtungskonzept», der ruhigen Lage im Grünen ohne Verkehr.

Das Konzept wurde am Freitag dem Praxistest unterzogen – und ging auf. Viele Neugierige schlenderten vorbei, ließen sich auf den Sonnenstühlen nieder. Geöffnet sein soll bis Oktober, sieben Tage die Woche, von morgens 10 Uhr bis tief in die Nacht. Die offizielle Eröffnungsparty ist in Planung.pcb
4.5.2009 Mit freundlicher Genehmigung der Frankfurter Neuen Presse/Höchster Kreisblatt